Donnerstag, 24. Dezember 2009

Frohe Weihnachten!


Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Samstag, 19. Dezember 2009

Die liebe EU!

Anfang der Woche wurde ich durch einen Tweet auf einen kleinen, aber lachhaften Artikel bei SpiegelONLINE aufmerksam gemacht: @felixschmitt schrieb: "Falls die #EU mich weiterhin so gut beschützen will, trete ich aus dem Verein noch aus. http://is.gd/5mJay". Der Link führt Euch übrigens zum Originalartikel.

Als ich den Artikel gelesen hatte, da konnte ich nur mit dem Kopf schütteln. Wenn ich nämlich die Worte Lärm und Dezibel in Verbindung mit der EU höre, dann denke ich bei unserer Verbandsgemeinde erst mal an den Bahnlärm im Rheintal. Doch die Mädels und Jungs in Brüssel sind ja immer für eine Überraschung gut. Es dürfte bald nichts mehr geben, was nicht reglementiert, katalogisiert und standardisiert ist.
Doch hier, geht die EU eindeutig zu weit und setzt definitiv die falschen Schwerpunkte! In Mainz kämpft man gegen Fluglärm vom Frankfurter Flughafen und bei uns im Rheintal wird sich vehement über den Bahnlärm beschwert. Und was macht die EU? Richtig, NICHTS!!! Es wäre höchste Zeit, dass die EU europaweite Regelungen für Schienenfahrzeuge erlassen würde oder auch im Bereich Luftfahrt sich entsprechend positioniert. Den Artikel habe ich auch zum Anlass genommen unserem dem Europaabgeordneten Norbert Neuser einen Brief in Sachen Bahnlärm zu schreiben. Vielleicht kann ja das europäische Parlament mit seiner neu gewonnenen Macht ein bisschen helfen.

Es würde mich sehr wundern, wenn eine Lautstärkenregulierung von MP3-Playern die gesundheitlichen Folgen von Lärm ganz alleine in den Griff bekommen würde!

Sonntag, 13. Dezember 2009

Google und die UNESCO arbeiten zusammen


Die UNESCO und das Internetunternehmen Google kooperieren. Zunächst denkt man, dass die moderne Datenkrake aus den USA und die bedenkentragenden Weltbewahrer so viel gemeinsam haben, wie Tag und Nacht. Doch diese Kooperation verbindet moderne Technik mit interessanten Einblicken in einige der faszinierensten Orten dieser Welt. Die Dienste "Google Earth" und "Google Street View" bieten vom heimischen PC aus Einblicke in einige der zahlreichen Welterben. Von zu Hause aus kann man sich Paris oder Prag auf einem virtuellen Rundgang ansehen. Außerdem sind alle Welterben ganz schnell und einfach über "Google Earth" zu finden. Ehrlich gesagt hätte ich nicht gedacht, dass es alleine in Europa so viele Welterbestätten gibt.



Grundsätzlich denke ich, dass ist wirklich eine tolle Idee und damit kann man die Welterben noch mehr Menschen als bisher zugänglich machen. Es ist auch zu hoffen, dass solche Angebote Lust machen, sich die Welterben mit den eigenen Augen und nicht nur durch die Google-Kameras anzusehen. Es fehlen allerdings noch Verlinkungen zu den lokalen Einrichtungen und Tourismusverbänden. Nur dann kann man mit solchen Angeboten auch Leute zu den Welterben locken.

Was mir persönlich aber am meisten fehlt ist die Tatsache, dass unser UNESCO Welterbe Oberes Mittelrheintal fehlt. Google könnte doch eine seiner Kameras (natürlich unter Berücksichtigung sämtlicher Datenschutzrichtlinien!!!) auf einem Schiff durchs Rheintal fahren lassen. Ich glaube die Strecke Koblenz bis Bingen/Rüdesheim würde alles andere in den Schatten stellen!

Wer sich das bisherige Angebot mal ansehen möchte, findet hier mehr: http://www.google.com/intl/en/landing/unesco/

Mittwoch, 9. Dezember 2009

Was hat Kopenhagen mit uns zu tun?


In Kopenhagen tagen vom 7. bis 18. Dezember tagen Staats- und Regierungschefs, Beauftragte, Unterhändler und wer weiß wer noch alles auf der UN-Klima- konferenz. Zunächst klingt das nach viel Bla Bla, bei dem nichts rum kommt. Ich habe mich vor ein paar Tagen auch via Twitter etwas mokiert, dass für diese Konferenz dicke Limousinen und Privatjets den Konferenzteilnehmern ein angenehmes Leben bereiten. Doch was soll das alles eigentlich?

Man könnte meinen die ganze Umwelt-Treibhaus-Erderwärmungssache wäre ein kluger Marketing-Gag (ist es leider oft auch) und es kommt gar nicht so schlimm, wie manch einer behauptet. Ok, Al Gores Klimafilm "Eine unbequeme Wahrheit" gibt einige Hinweise, was gerade auf dem Planeten passiert und alle Welt redet über den Klimawandel, doch so wirklich wahrgenommen hat den hier bei uns in der Region doch noch niemand, richtig? Falsch!
Wenn ich mitte Dezember vor die Tür gehe und denke es sei erst Oktober. Wenn ich überlege, dass ich als kleines Kind in Nochern jedes Jahr Schlitten fahren konnte und heute noch nicht mal mehr Schnee in Sicht ist. Wenn mir unser Revierförster erzählt, dass er im Wald erste Veränderungen ausmachen kann. Und wenn ich spätestens in den Alpen sehen kann, wie die Gletscher verschwinden, dann sollte ich doch mal drüber nachdenken, ob der Klimawandel nicht schon ungebremst läuft!

Wir sollten aber auch darüber nachdenken, ob wir nicht vor Ort etwas dazu beitragen können, damit die Welt ein bisschen klimafreundlicher wird. Ich denke da an Solaranlagen auf öffentlichen und privaten Dächern, ich denke an die Windräder, die in unserem Kreis entstehen, ich denke an Hackschnitzelheizungen in öffentlichen Gebäuden und ich denke an die aufwändigen Sanierungsmaßnahmen an öffentlichen Gebäuden, mit denen das Klima geschützt wird. Das gute an den ganzen Maßnahmen ist nicht nur der Klimaschutz, sondern diese Maßnahmen sparen Kosten und bringen Geld ein.

Bislang haben wir von irgendwo her teures Heizöl gekauft, um im Winter warm sitzen zu können. Jetzt können wir uns selbst helfen und beispielsweise Hackschnitzel verfeuern, die in den Wäldern der Region anfallen. Damit fließt das Geld nicht aus der Region in die Taschen irgendwelcher Ölkonzerne, sondern direkt zurück in die privaten und kommunalen Haushalte.

Es wäre zu überlegen, ob es nicht an der Zeit ist, einen Teil unserer Städte und Dörfer völlig autark zu versorgen. Ich denke, gezielte Energiesparmaßnahmen und ein Mix aus alternativen Energien kann das Wirklichkeit werden lassen.

Sonntag, 6. Dezember 2009

Das Foto!

Was fällt einem in diesem Blog als erstes ins Auge? Richtig, das Foto!

Zunächst einmal: Nein, man sieht drauf nicht die Loreley! Auch wenn das hier Loreley-Blog heißt, muss nicht immer die Loreley zu sehen sein. Meine Verbandsgemeinde bietet viele schöne Einblicke und das hier ist einer davon, auch wenn mir da etwas fehlt!

Zu sehen ist hier der Blick von den Nocherner Weinbergen in Richtung Norden. Links die "ebsch Seid", in der Mitte der Rhein (über den ich gerne rüber will) und rechts Wellmich mit der Burg Maus. Das Foto habe ich nicht selbst gemacht, daher vielen Dank an meinen Nachbarn, der mir das Foto freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat.

Bei aller Schönheit und toller Aussicht fehlt mir auf diesem Foto noch etwas: eine Brücke! Genau, dort unten würde sich wunderschön eine welterbeverträgliche Brücke einfügen lassen. Dann hätte man von dem Standort aus noch viel mehr zu sehen.

Mittwoch, 2. Dezember 2009

Kaub hat jetzt eine Jugendherberge

Was haben sich die Stadt Kaub und die Region nach diesem Tag gesehnt?! Die Jugendherberge in Kaub wurde gestern endlich eröffnet und auf dem Foto links kann man sehen, wie es vor etwas mehr als einem halben Jahr in Kaub noch ausgesehen hat.
Mit dabei war eine ganze Reihe politische Prominenz. Angefangen von Ministerpräsident Kurt Beck, über Innenminister Karl Peter Bruch, Staatssekretär Roger Lewentz, Landrat Günter Kern, Bürgermeister Dieter Clasen, bis hin zu Stadtbürgermeister Karl-Heinz Lachmann. Jetzt könnte man meinen das wäre nur wieder so ein politisches Prestigeprojekt, bei dem sich die hohen Herren mit einem Lächeln in der Zeitung wiederfinden wollen. Weit gefehlt!


In Kaub ist ein wahres Schmuckstück entstanden und die über 200 Gäste der Eröffnungsfeierlichkeiten waren sichtlich beeindruckt, was man aus dem "Alten Amtshaus" in Kaub gemacht hat. Am Rande einer SPD-Mittelrheinkonferenz hatte ich einmal die Möglichkeit während der Bauarbeiten in das Haus schauen zu dürfen. Naja, damals konnte ich mir noch nicht so wirklich vorstellen, wie das alles einmal aussehen soll. Löcher in den Decken, Löcher in den Wänden, altes Gemäuer, alte Balken und alles lag irgendwie kreuz und quer. Wenn ich den Bau jetzt so anschaue kann ich nur noch WOW sagen.

Genauso sag ich WOW zu den erwarteten Übernachtungszahlen. Schon jetzt sind 15.000 Buchungen eingegangen und es werden über 25.000 Übernachtungen pro Jahr in der Jugendherge erwartet. Wenn all diese Gäste in der örtlichen Gastronomie etwas essen und trinken oder eine Flasche Wein mit nach Hause nehmen, dann kann nicht nur Kaub davon kräftig profitieren, sondern die gesamte Verbandsgemeinde Loreley.

An dieser Stelle kann ich es mir nicht verkneifen einen kleinen Seitenhieb auf die Neider und Kritiker abzugeben. Man darf nicht immer nur das sehen, was nicht geht oder was Probleme bereiten kann. Eine gewisse Portion Optimismus und Wagemut gehören zu jedem erfolgreichen Projekt. Daher konnte ich so manche Äußerung und auch Leserbrief zur Jugendherberge in Kaub nicht wirklich nachvollziehen.
Und da fällt mir noch ein schönes Zitat ein: "Wenn der Wind der Veränderung weht, dann bauen einige Mauern und andere Windmühlen." Wer dann mehr von diesem Wind profitiert, brauche ich wohl an dieser Stelle nicht weiter auszuführen.

Es war wirklich ein tolles Gefühl zu sehen, was in Kaub passiert ist und auch mit der Neugestaltung des Rheinvorgeländes fortgesetzt wird. Da hat sich eine Stadt auf den Weg in die Zukunft gemacht.

Sonntag, 29. November 2009

So etwas sieht man sonst nur im Kino!

Diese Woche hatte es wirklich in sich. Dabei waren die kommunalpolitischen Termine nicht unbedingt ausgefallen. Schulträgerausschuss des Kreises, Kreistagsfraktion, Verbandsgemeinderat und eine kleine Feierstunde zur Unterzeichnung eines Freundschaftsvertrages der Verbandsgemeinde Loreley mit der Stadt Jeju in Südkorea. Also das normale Geschäft.

Doch in Mainz und Berlin haben sich die Ereignisse überschlagen. Ich bin erstaunt, was Menschen, die Verantwortung tragen alles machen und so ihre Karriere und ihre Familien gefährden. Was sich die Herren Dincher und Billen geleistet haben ist wirklich unfassbar. Um die Nürburgringaffäre aufzuklären brechen sie wissentlich das Gesetz. Wie kann man nur solch ein politischer Eiferer sein? Besonders schlimm find ich es bei Herrn Billen, der nicht nur seine eigene Karriere so gut wie beendet hat, sondern auch noch gleich die seiner Tochter. Eine solche Geschichte, rund um die Ereignisse dieser Woche in Mainz, kann man sonst nur im Kino sehen.

Ein ähnliches Bild bietet sich in Berlin. Herr "Selbstverteidigungsminister" Jung hat sich so richtig mit Ruhm bekleckert. Unabhängig von der Diskussion rund um Afghanistan und den Einsatzregelungen unserer Soldaten dort, hat er in seinem alten Job als Verteidigungsminister absolut versagt und selbst seinen Rücktritt fast noch vermasselt. Entweder er wusste von den zivilen Opfern und hat das demnach wissentlich verschwiegen oder sein altes Haus hat ihn nicht informiert, folglich ist er als Chef eines Bundesministeriums absolut ungeeignet. Auch wenn es lange gedauert hat, er ist endlich zurückgetreten und ich hoffe der Bundestag klärt den Fall in einem Untersuchungsausschuss lückenlos auf.

Das Stichwort Rücktritt führt uns auch schon wieder zu unserem Freund Billen. Bei dem dauert das mit dem Rücktritt auch auffällig lange. Wenn die Billens immer die Verantwortung für ihr Handeln übernehmen, dann sollte er sich auch an die "Familie" halten und noch vor Nikolaus zurücktreten! Die Herren Dincher und Jung haben es schon geschafft, es kann also nicht so schwer sein.

Doch viel schlimmer als die Verfehlungen der Herren find ich die Tatsache, dass in der vergangenen Woche drei Politiker der CDU erheblich dazu beigetragen haben, dass die Menschen noch weniger Vertrauen in die Politik haben und möglicherweise wird man das künftigen an den Wahlbeteiligungen ablesen könne. Ich persönlich halte viel von Öffentlichkeit und Transparenz in der Politik. Öffentlichkeit und Transparenz schließt für mich eine fundierte Vorbereitung von Themen in kleineren Runden nicht aus. Nicht jede Idee und jedes Gerücht muss schon vorab durch die Presse getragen werden. Grundsätzlich gilt für mich:
Egal ob in den Gemeinden oder im Bund. Es muss so viel wie möglich in den öffentlichen Teil und nur das, was explizit erforderlich ist sollte im nicht-öffentlichen Teil behandelt werden.

Es ist allerdings auch schade, wenn durch das Fehlverhalten von Politikern die Angebote von Transparenz und Offenheit nicht wahrgenommen werden und bei uns am Ende der Ortsbürgermeister und sein Gemeinderat alleine öffentlich tagen.

Mittwoch, 25. November 2009

Parallele Sperrung von B 42 und Bahnstrecke ist vom Tisch!

Gute Nachrichten für die Region habe ich zu Beginn der Woche in Mainz bekommen. Vielfach war berichtet worden, dass im Januar die Bahnstrecke von Koblenz nach Wiesbaden und die B 42 von Kestert nach Kamp-Bornhofen gleichzeitig gesperrt werden sollen. Das wäre natürlich für die Verkehrsanbindungen der Region eine dramatische Einschränkung gewesen. Glücklicherweise hat man in Mainz entsprechend gehandelt.

Hier eine Pressemitteilung der SPD-Loreley und SPD-GV-Braubach:

Sehr gute Nachrichten erhielt die SPD-Loreley von ihren Kollegen aus der Verbandsgemeinde Braubach. Wie der dortige SPD-Fraktionssprecher Mike Weiland dem Vorsitzenden der SPD-Loreley Carsten Göller nach Erhalt eines Schreibens von Verkehrsminister Hendrik Hering mitteilte, wird das Straßenbauvorhaben an der B 42 im Ablauf so geändert, dass keine Überschneidung der Bauzeiten entstehe. Damit hat der Verkehrsminister auf den Druck aus dem Rheintal reagiert und die Lösung des Problems zur Chefsache gemacht, wie von der SPD-Loreley gefordert.

Freitag, 20. November 2009

Fast 5 Jahre sind genug! - Es verwaltet, oder: Das Besorgen des Passierscheins A 38 aus der Präfektur.

Es verwaltet, oder: Das Besorgen des Passierscheins A 38 aus der Präfektur.

Nachdem ich mir über seltsame Dozenten, "Bibilotheks-Bin-Ladens" und die miese Ausstattung der Universität in Mainz so meine Gedanken gemacht habe, möchte ich die Post-Serie mit der Verwaltung abschließen.

Verwaltung ist ja eine ganz tolle Sache und in Rheinland-Pfalz wird im Zuge der Kommunal- und Verwaltungsreform im Augenblick fleißig über das Thema diskutiert. Wie viel Verwaltung gebraucht wird, wie modern und wie bürgernah eine Verwaltung sein soll stehen bei der Debatte im Mittelpunkt. Wenn ich die Diskussion aus der Kommunal- und Verwaltungsreform betrachte und mit ählichen Maßstäben die Uni-Verwaltung messe, dann bin ich wirklich bestürzt.

Erstes Beispiel war der Ausfall sämtlicher Kopierer in einem Bibiliotheksgebäude wegen Sanierungsarbeiten. Sicherlich sind Bauarbeiten bei laufendem Betrieb sowohl für Studenten, als auch für die Handwerker mit Einschränkungen verbunden. Doch bei einer Uni mit über 30.000 Studierenden sollte man doch in der Lage sein bei einem Komplettausfall der Kopierer wegen Bauarbeiten zumindest an einer Stelle einen Notbetrieb einzurichten.

Zweites Beispiel sind Sprechstundenzeiten und Öffnungszeiten von Sekretariaten und sonstigen Ansprechstellen. Sehr oft haben die Bürotüren der Uni nur 2 Stunden am Tag oder 2 Stunden in der Woche geöffnet. Von uns Studenten erwartet man flexibel, moderen ausgestattet und zu jeder Zeit lernbereit und lernwillig zu sein. Doch der Service in vielen Bereichen der Uni lässt sehr zu wünschen übrig. Wie oft lag ein Seminar parallel zu einer Sprechstunde, die man unbedingt besuchen musste? Wie oft stand man vor verschlossenen Türen, weil man nach dem Seminar noch zur Sprechstunde gehetzt ist? Warum ist ein Institut oder ein Fachbereich nicht in der Lage die Idee eines einheitlichen Ansprechpartners umzusetzen? Ein Sekretariat mit langen Öffnungszeiten und wirklicher Problemlösungskompetenz. Dann würde es auch nicht passieren, dass man sich an einer Stelle einen Stempel holen muss und an einer anderen Stelle die dazugehörige Unterschrift. Ich schätze mal die Sekretärinnen und Sekretäre an der Uni sind durchaus in der Lage zu prüfen, ob Zulassungsvoraussetzungen erfüllt, sprich ob alle erforderlichen Seminare besucht wurden, oder eben nicht.

Insgesamt muss ich also feststellen, dass es an meiner Uni noch sehr viel Optimierungsmöglichkeiten gibt. Damit habe ich es mal positiv ausgedrückt! Ich wünsche den Generationen an Stunden nach mir, dass sie ihnen so manche Odyssee an der Uni erspart bleibt und sie nicht durch administrative Akte oder urlaubende Professoren Zeit bis zum Abschluss verlieren. Letztlich brauchen unsere Unis mehr Geld für eine professionelle Ausstattung und Unterbringung, mehr Geld für qualifiziertes und serviceorientiertes Personal, das sich als Dienstleister versteht und eine effektive und studentennahe Uni-Verwaltung, die schnell und effektiv administrative Anliegen abarbeitet.

Dienstag, 17. November 2009

Fast 5 Jahre sind genug! - Das Imperium zerbröselt!

Das Imperium zerbröselt: 2 von 3: Die Ausstattung

Was hab ich nicht an der Uni erlebt? Beamer die nicht beamen. Tische und Stühle, bei denen jede Elternvertretung einer Grundschule der örtlichen Kommunalpolitik bis rauf zur Bildungsministerin die Tür einrennt. Gebäude, die in der Zeit entstanden sind, als man ausprobiert hat, in welchen Formen Beton hält. Fenster, die aus dem Rahmen fallen. Aufzüge, die nicht funktionieren oder schlimmer noch, einfach stecken bleiben. Und eine Caféteria mit dem Flair vom Bahnhof Zoo nachts um drei.

Viel wurde investiert in den vergangen Jahren in die Hochschulen in Rheinland-Pfalz und es ist immer noch viel zu wenig! Ich erwarte keine goldenen Wasserhähne oder Luxus pur. Aber eine grundlegende und moderen Ausstattung sollte eine Uni über alle Fachbereich hinweg doch schon haben. Die Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist eine Volluniversität in der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt. Da würde es doch nahe liegen, dass auch der Bereich Politikwissenschaft entsprechend ausgestattet ist, um das landespolitische geschehen wissenschaftlich begleiten zu können. Stattdessen sitzen die Mainzer Politikwissenschaftler in einem Bau mit wackeligen Fenstern, schlecht ausgestatteten Räumen, die auch meist noch überfüllt sind, sodass kein ordentliches Arbeiten möglich ist. Von energetischen Aspekten will ich hier erst gar nicht anfangen.

Sehr schade, dass dringend notwendige Maßnahmen erst dann kommen, wenn ich wohl schon lang von der Uni weg bin! Denn moderene und gut ausgestattete Gebäude sehen nicht nur gut aus, sie erleichtern auch das Studieren und motivieren das Personal für die Studenten einen guten Job zu machen!

Fortsetzung folgt ... Es verwaltet, oder: Das Besorgen des Passierscheins A 38 aus der Präfektur.

Fast 5 Jahre sind genug!

Ich habe es fast geschafft. Noch ein wichtiger Uni-Termin und wenn alles gut geht, bin ich endlich raus aus dem Geschäft! Und ich muss sagen, es wird höchste Zeit!

Fast fünf Jahre habe ich studiert und was die Uni angeht, so ging es gefühlt vom ersten Semester an kontinuierlich bergab. Ich möchte mich hier nicht über Bachelor- oder Masterabschlüsse auslassen. Ich bin noch Magisterstudent und damit laut StudiVZ einer der letzten Rockstars. Das Thema sollen also andere beurteilen, denn sicheres Auftreten bei völliger Ahnungslosigkeit ging in der Uni oft sehr gut, wäre da aber fehl am Platz.

Ich möchte
aber hier mit insgesamt drei Einträgen meine Erfahrungen mit dem "System Uni" schildern und einige Verbesserungsvorschläge aufzeigen.


1 von 3: Das Personal

Leider musste ich die Erfahrung machen, dass wohl jeder halbwegs erfolgreiche Student im Zweifelsfall immer noch Seminare an der Uni geben kann. Es war im Grundstudium in einem Kurs zum Thema "Statistik und Methode". Ich habe mich bei einer Berechnungsmethode erdreistet zu fragen, warum A, B und C in einer Beziehung stehen und in welcher Beziehung sie zueinander stehen. Ehrlicherweise hatte ich die Ausführungen im Lehrbuch nicht verstanden. Zur Antwort bekam ich dann mehr oder weniger wortwörtlich die Erklärung aus dem Lehrbuch! Auch trotz Nachfrage konnte mir nicht wirklich geholfen werden.
Also bitte unbedingt die Dozenten ein wenig sorgfältiger auswählen und nicht nur Lehrbücher vortragen lassen. Gleiches gilt auch für Professoren die ähnlich einem Hütchenspieler Folien auf einem Overheadprojektor (!) rotieren lassen. Ein guter Powerpointvortrag und das ganze anschließend als PDF ins Netz und den Studenten wäre geholfen.

Neben den vielen Universitätsmitarbeitern gibt es als besondere Art: die Bibliothekare. Ich spreche hier ausdrücklich von den männlichen Kräften. Wer eine Bibliothek kennt, der weiß, dass ein Buch mit einer bestimmten Signatur, meist an einem bestimmten Ort zu finden ist. Ich begab mich mit der Signatur des gesuchten Werkes bewaffnet in die Bücherhallen und am vermeintlichen Fundort war ein Mitarbeiter fleißig Werke am einräumen. Doch statt hilfsbereit bei der Suche zu helfen, wurde ich mehr oder weniger kritisch angeschaut, warum ich mich erdreiste ein Buch zu suchen und mir wurde empfohlen doch an einer anderen Stellen zu suchen. Der Höhepunkt war der Besuch einer "fachfremden" Bibliothek. Von der zuständigen Aufsicht wurde ich beim Verlassen(!) ermahnt, weil ich das falsche Getränk mit in der Bibliothek hatte. Und beim zweiten Besuch keine 24 Stunden später wurde ich noch einmal von der gleichen Person ermahnt, weil ich meine Laptophülle mit in der Bibliothek hatte, die mich beim ersten Besuch ebenfalls begleitet hatte.
Bei solchen Erfahrungen muss man frei nach Bernd Stromberg an "Bibliotheks Bin Ladens" denken. Ich möchte daher an die Bibliothekare appellieren ihren Job als Dienstleister für die Studierenden zu verstehen und keine Feinde in den Bibliotheksnutzern zu sehen.

Fortsetzung folgt ... das Imperium zerbröselt!

Samstag, 14. November 2009

Liebe SPD

Liebe SPD,

Dresden ist vorbei und Du musst wieder in den harten Alltag Berlins und der sechzehn Landeshauptstädte zurückkehren. Das heißt, Du hast viel Arbeit vor Dir. Sehr viel Arbeit!
In Berlin musst Du es sein, der die schwarz-gelben vor sich her treibt, ihne sagt wenn sie mal wieder die einfachen Leute oder die Gemeinden schröpfen wollen. In Brandenburg und Thüringen bist Du zwei ganz unterschiedliche Koalitionen eingegangen und es liegt an Dir, dass beide ein Erfolg werden. Auch in Nordrhein-Westfalen hast Du ein gutes Stück Arbeit vor Dir. Dort musst Du unbedingt einen Herrn Rüttgers ablösen, der naja ich will hier nicht lästern, aber der hat mehrfach unter Beweis gestellt, dass es sicher bessere Leute für den Job geben muss.

Und da ist noch das schöne Rheinland-Pfalz, mein Heimatbundesland. Dort regierst Du mir absoluter Mehrheit und Spötter erzählen was von "König-Kurt". Ok, in den letzten Monaten ging es in Mainz hoch her und sicherlich lief nicht alles perfekt. Ich bin mir aber sicher, dass da noch viele gute Ideen und viele Initiativen in dir stecken. Denn Du warst es, die das Land der Reben, Rüben und Raketen seit 1991 zu einem modernen und erfolgreichen Bundesland gemacht hat.
Jetzt soll in Rheinland-Pfalz eine ehemalige Weinkönigin Deinen Kurt ablösen wollen. Wobei diese Kandidatinnenkür doch schwer nach internen Querelen und Machtkampf riecht.
Also nichts gegen Weinköniginnen oder Repräsentantinnen aller Art, die mag ich sehr, achte sie hoch und find das ist ein harter und wichtiger Job. Ich kenne viele und bin mit einigen gut befreundet. Aber diese Ex-Weinkönigin? Ich weiß nicht. Was hat sie denn bisher für Rheinland-Pfalz gemacht? Zum Beispiel für die Entwicklung im ländlichen Raum? Für die Etablierung des UNESCO Welterbe Oberes Mittelrheintal? Für die BuGa 2011? Für die Westpfalz? Oder die Opelaner in Kaiserslautern?

Deshalb liebe SPD, besinn dich auf Deine Stärken, Deine Erfolge und Deine innovativen Ideen für das Land. Viele gute Leute im Land arbeiten in der SPD, damit es dem Land besser geht und damit es auch gerechter zugeht. Vielleicht kannst Du dich ja ein wenig an Helmut Schmidt orientieren (Link) und wieder die moderne, innovative und kraftvolle Partei werden, die Du vor knapp zehn Jahren warst.

Denn ohne SPD sähe es im Land doch ganz schön duster aus.

Montag, 9. November 2009

DSL für alle!

Das Internet und all die schönen Möglichkeiten sind natürlich wunderbar, wenn man keinen vernünftiten Anschluss hat. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie ich 1999 zum ersten Mal ins Internet gestartet bin. ISDN, 64 k/bit (64.000 bits)! Das war schon eine Hausnummer. Damals!

Heute sprechen wir schon beim DSL Standartanschluss von mindestens 1 m/bit (1.000.000 bits) und es gibt Teilbereich in Deutschland die mit 54 m/bit erschlossen sind. Das wäre für meine Heimat, die Verbandsgemeinde Loreley ein Traum. Aber wir wollen nicht gleich übermütig werden.
Ziel muss es sein zunächst alle unversorgten Bereich mit mindestens 1m/bit zu bedienen und anschließend die Bandbreiten in Größenordnungen von 6 bis 16 m/bit ausbauen. Langfristig muss man auch auf dem Land die 54 m/bit erreichen. Denn die technische Entwicklung geht weiter (siehe auch das erste Video im Blog!).

Aussagen, die aus manchen politischen Richtungen oder aus Verwaltungen kommen, wonach man die Internetbandbreiten wie Straßen zu verstehen hat und damit Ballungsgebiete besser (also hohe Bandbreiten, wie Autobahnen) und andere Gebiete weniger gut (also geringe Bandbreiten, wie Landstraßen) angeschlossen sind, kann ich absolut nicht verstehen oder nachvollziehen. Es scheint als hätten diese Personen die Bedeutung einer modernen Infrastruktur nicht verstanden.

Als Vergleich möchte ich nur mal an die Versorgung mit Wasser- und Abwasser erinnern. Mittlerweile sind fast alle bewohnte Bereiche von Rheinland-Pfalz an die Leitungen und Kanäle der Versorger angeschlossen. Um das zu erreichen musste manchmal zu kleinen, abgelegenen Höfen eine Leitung gelegt werden. Das heißt das ganze Land wurde "verrohrt". Ich frage mich, warum wir noch nicht bereit sind eine ähnliche Anstrengung für die Versorgung mit DSL zu unternehmen.

Wir müssen uns also dringend auf den Weg machen und nicht mehr nur über DSL-Versorgung reden und jammern, dass sie nicht vorhanden ist. Mit Engagement und Initiativen vor Ort ist es gelungen weitere Gemeinden zu versorgen. Wir werden also auch weiterhin an der DSL-Versorgung arbeiten müssen.
Das heißt:
- ständig überprüfen wie die Versorgung ist
- die Bandbreiten weiter ausbauen, auch in den versorgten Gebieten
- Anbieter und Gemeinden zu mehr Engagement als bisher bewegen
- finanzielle Mittel bereitstellen, damit Versorgungslücken kurzfristig geschlossen werden können und langfristig die Bandbreiten steigen.

Wir brauchen also nicht mehr nur DSL für alle, wir brauchen SCHNELLES DSL für alle!

Who is Loreley-Blog?

Wer ich bin, das könnt ihr rechts sehen. Doch was machst dieser Carsten Göller eigentlich? Und vor allem, warum schreibt er hier?

Seit ich meine Abschlussarbeit über "Internetwahlkampf und Demokratie" am Beispiel von Barack Obama geschrieben habe, habe ich jede Menge schöne und begeisternde Seiten am Internet entdeckt. Ich habe seitdem auch viele Sachen ausprobiert und fand ich sollte mich auch mal an einem Blog probieren.

Die sozialen Netzwerke machen viel Spaß, sind aber vor allem für die direkte Kommunikation mit Freunden und Bekannte gut. Twitter, oft auch als soziales Netzwerk bezeichnet, ist mit 140 Zeichen einfach zu kurz, um komplexe Themen auszubreiten.

Das ist dann auch der eigentliche Grund, warum ich mich an einem Blog versuche! Ich möchte hier in Zukunft ein wenig über die Themen und aktuellen Ereignisse rund um die Loreley schreiben und freue mich auf Kommentare, Reaktionen, Kritik und Anregungen.

Damit niemand denkt ich wolle hier etwas verheimlichen, kann ich nur sagen, dass ich nicht nur in meiner Abschlussarbeit auf die Politik geschaut habe. Ich bin selbst in der Kommunalpolitik in meiner Heimatgemeinde, in der Verbandsgemeinde Loreley und im Rhein-Lahn-Kreis aktiv.
Und ja, ich bin in der SPD!

Freitag, 6. November 2009

Social Media Revolution

Das Video ging in den vergangenen Wochen schon ein paar Mal zwischen meinen Followern und "Verfolgten" bei Twitter hin und her. Ich muss sagen, das ist schon beeindruckend!

Die Zahlen, die Bedeutung und die Auswirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft werden wir in den nächsten Jahren sicherlich zu spüren bekommen. Ich bin gespannt, was da alles auf uns zu kommt.
Ich denke auch, das sind Entwicklungen die uns keine Angst machen sollen. Lasst uns doch lieber die Chancen und Möglichkeiten ergreifen. Wenn Kolumbus 1492 nichts gewagt hätte, dann würden wir wohl immer noch denken die Erde sei eine Scheibe.

Aber genug erzählt, schauts Euch einfach an!


Donnerstag, 5. November 2009

Der nächste Schritt ...

in der bunten neuen Medienwelt.
Die klassische Homepage? Erledigt!
StudiVZ? Bin dabei!
Wer-kennt-wen? Läuft!
Facebook? Ja auch da!
Twitter? 2009 gestartet!
Und jetzt ein Blog? Ja, jetzt ein Blog!
Doch der Blog soll nicht nur EIN Blog sein. Vielmehr möchte ich hier einige Informationen über mich, meine Arbeit und natürlich die Region rund um die Loreley posten.

Das erste Posting ist immer auch ein Wagnis und sicherlich wird sich in den nächsten Wochen und Monaten auf dieser Seite noch einges ändern. Deshalb heiß ich Euch einfach herzlich Willkommen im "Experiment" Loreley-Blog!