Das Internet und all die schönen Möglichkeiten sind natürlich wunderbar, wenn man keinen vernünftiten Anschluss hat. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie ich 1999 zum ersten Mal ins Internet gestartet bin. ISDN, 64 k/bit (64.000 bits)! Das war schon eine Hausnummer. Damals!
Heute sprechen wir schon beim DSL Standartanschluss von mindestens 1 m/bit (1.000.000 bits) und es gibt Teilbereich in Deutschland die mit 54 m/bit erschlossen sind. Das wäre für meine Heimat, die Verbandsgemeinde Loreley ein Traum. Aber wir wollen nicht gleich übermütig werden.
Ziel muss es sein zunächst alle unversorgten Bereich mit mindestens 1m/bit zu bedienen und anschließend die Bandbreiten in Größenordnungen von 6 bis 16 m/bit ausbauen. Langfristig muss man auch auf dem Land die 54 m/bit erreichen. Denn die technische Entwicklung geht weiter (siehe auch das erste Video im Blog!).
Aussagen, die aus manchen politischen Richtungen oder aus Verwaltungen kommen, wonach man die Internetbandbreiten wie Straßen zu verstehen hat und damit Ballungsgebiete besser (also hohe Bandbreiten, wie Autobahnen) und andere Gebiete weniger gut (also geringe Bandbreiten, wie Landstraßen) angeschlossen sind, kann ich absolut nicht verstehen oder nachvollziehen. Es scheint als hätten diese Personen die Bedeutung einer modernen Infrastruktur nicht verstanden.
Als Vergleich möchte ich nur mal an die Versorgung mit Wasser- und Abwasser erinnern. Mittlerweile sind fast alle bewohnte Bereiche von Rheinland-Pfalz an die Leitungen und Kanäle der Versorger angeschlossen. Um das zu erreichen musste manchmal zu kleinen, abgelegenen Höfen eine Leitung gelegt werden. Das heißt das ganze Land wurde "verrohrt". Ich frage mich, warum wir noch nicht bereit sind eine ähnliche Anstrengung für die Versorgung mit DSL zu unternehmen.
Wir müssen uns also dringend auf den Weg machen und nicht mehr nur über DSL-Versorgung reden und jammern, dass sie nicht vorhanden ist. Mit Engagement und Initiativen vor Ort ist es gelungen weitere Gemeinden zu versorgen. Wir werden also auch weiterhin an der DSL-Versorgung arbeiten müssen.
Das heißt:
- ständig überprüfen wie die Versorgung ist
- die Bandbreiten weiter ausbauen, auch in den versorgten Gebieten
- Anbieter und Gemeinden zu mehr Engagement als bisher bewegen
- finanzielle Mittel bereitstellen, damit Versorgungslücken kurzfristig geschlossen werden können und langfristig die Bandbreiten steigen.
Wir brauchen also nicht mehr nur DSL für alle, wir brauchen SCHNELLES DSL für alle!
Montag, 9. November 2009
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