Ich habe es fast geschafft. Noch ein wichtiger Uni-Termin und wenn alles gut geht, bin ich endlich raus aus dem Geschäft! Und ich muss sagen, es wird höchste Zeit!
Fast fünf Jahre habe ich studiert und was die Uni angeht, so ging es gefühlt vom ersten Semester an kontinuierlich bergab. Ich möchte mich hier nicht über Bachelor- oder Masterabschlüsse auslassen. Ich bin noch Magisterstudent und damit laut StudiVZ einer der letzten Rockstars. Das Thema sollen also andere beurteilen, denn sicheres Auftreten bei völliger Ahnungslosigkeit ging in der Uni oft sehr gut, wäre da aber fehl am Platz.
Ich möchte aber hier mit insgesamt drei Einträgen meine Erfahrungen mit dem "System Uni" schildern und einige Verbesserungsvorschläge aufzeigen.
1 von 3: Das Personal
Leider musste ich die Erfahrung machen, dass wohl jeder halbwegs erfolgreiche Student im Zweifelsfall immer noch Seminare an der Uni geben kann. Es war im Grundstudium in einem Kurs zum Thema "Statistik und Methode". Ich habe mich bei einer Berechnungsmethode erdreistet zu fragen, warum A, B und C in einer Beziehung stehen und in welcher Beziehung sie zueinander stehen. Ehrlicherweise hatte ich die Ausführungen im Lehrbuch nicht verstanden. Zur Antwort bekam ich dann mehr oder weniger wortwörtlich die Erklärung aus dem Lehrbuch! Auch trotz Nachfrage konnte mir nicht wirklich geholfen werden.
Also bitte unbedingt die Dozenten ein wenig sorgfältiger auswählen und nicht nur Lehrbücher vortragen lassen. Gleiches gilt auch für Professoren die ähnlich einem Hütchenspieler Folien auf einem Overheadprojektor (!) rotieren lassen. Ein guter Powerpointvortrag und das ganze anschließend als PDF ins Netz und den Studenten wäre geholfen.
Neben den vielen Universitätsmitarbeitern gibt es als besondere Art: die Bibliothekare. Ich spreche hier ausdrücklich von den männlichen Kräften. Wer eine Bibliothek kennt, der weiß, dass ein Buch mit einer bestimmten Signatur, meist an einem bestimmten Ort zu finden ist. Ich begab mich mit der Signatur des gesuchten Werkes bewaffnet in die Bücherhallen und am vermeintlichen Fundort war ein Mitarbeiter fleißig Werke am einräumen. Doch statt hilfsbereit bei der Suche zu helfen, wurde ich mehr oder weniger kritisch angeschaut, warum ich mich erdreiste ein Buch zu suchen und mir wurde empfohlen doch an einer anderen Stellen zu suchen. Der Höhepunkt war der Besuch einer "fachfremden" Bibliothek. Von der zuständigen Aufsicht wurde ich beim Verlassen(!) ermahnt, weil ich das falsche Getränk mit in der Bibliothek hatte. Und beim zweiten Besuch keine 24 Stunden später wurde ich noch einmal von der gleichen Person ermahnt, weil ich meine Laptophülle mit in der Bibliothek hatte, die mich beim ersten Besuch ebenfalls begleitet hatte.
Bei solchen Erfahrungen muss man frei nach Bernd Stromberg an "Bibliotheks Bin Ladens" denken. Ich möchte daher an die Bibliothekare appellieren ihren Job als Dienstleister für die Studierenden zu verstehen und keine Feinde in den Bibliotheksnutzern zu sehen.
Fortsetzung folgt ... das Imperium zerbröselt!
Dienstag, 17. November 2009
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
0 Kommentare:
Kommentar veröffentlichen