Mittwoch, 2. Dezember 2009

Kaub hat jetzt eine Jugendherberge

Was haben sich die Stadt Kaub und die Region nach diesem Tag gesehnt?! Die Jugendherberge in Kaub wurde gestern endlich eröffnet und auf dem Foto links kann man sehen, wie es vor etwas mehr als einem halben Jahr in Kaub noch ausgesehen hat.
Mit dabei war eine ganze Reihe politische Prominenz. Angefangen von Ministerpräsident Kurt Beck, über Innenminister Karl Peter Bruch, Staatssekretär Roger Lewentz, Landrat Günter Kern, Bürgermeister Dieter Clasen, bis hin zu Stadtbürgermeister Karl-Heinz Lachmann. Jetzt könnte man meinen das wäre nur wieder so ein politisches Prestigeprojekt, bei dem sich die hohen Herren mit einem Lächeln in der Zeitung wiederfinden wollen. Weit gefehlt!


In Kaub ist ein wahres Schmuckstück entstanden und die über 200 Gäste der Eröffnungsfeierlichkeiten waren sichtlich beeindruckt, was man aus dem "Alten Amtshaus" in Kaub gemacht hat. Am Rande einer SPD-Mittelrheinkonferenz hatte ich einmal die Möglichkeit während der Bauarbeiten in das Haus schauen zu dürfen. Naja, damals konnte ich mir noch nicht so wirklich vorstellen, wie das alles einmal aussehen soll. Löcher in den Decken, Löcher in den Wänden, altes Gemäuer, alte Balken und alles lag irgendwie kreuz und quer. Wenn ich den Bau jetzt so anschaue kann ich nur noch WOW sagen.

Genauso sag ich WOW zu den erwarteten Übernachtungszahlen. Schon jetzt sind 15.000 Buchungen eingegangen und es werden über 25.000 Übernachtungen pro Jahr in der Jugendherge erwartet. Wenn all diese Gäste in der örtlichen Gastronomie etwas essen und trinken oder eine Flasche Wein mit nach Hause nehmen, dann kann nicht nur Kaub davon kräftig profitieren, sondern die gesamte Verbandsgemeinde Loreley.

An dieser Stelle kann ich es mir nicht verkneifen einen kleinen Seitenhieb auf die Neider und Kritiker abzugeben. Man darf nicht immer nur das sehen, was nicht geht oder was Probleme bereiten kann. Eine gewisse Portion Optimismus und Wagemut gehören zu jedem erfolgreichen Projekt. Daher konnte ich so manche Äußerung und auch Leserbrief zur Jugendherberge in Kaub nicht wirklich nachvollziehen.
Und da fällt mir noch ein schönes Zitat ein: "Wenn der Wind der Veränderung weht, dann bauen einige Mauern und andere Windmühlen." Wer dann mehr von diesem Wind profitiert, brauche ich wohl an dieser Stelle nicht weiter auszuführen.

Es war wirklich ein tolles Gefühl zu sehen, was in Kaub passiert ist und auch mit der Neugestaltung des Rheinvorgeländes fortgesetzt wird. Da hat sich eine Stadt auf den Weg in die Zukunft gemacht.

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