Mittwoch, 9. Dezember 2009

Was hat Kopenhagen mit uns zu tun?


In Kopenhagen tagen vom 7. bis 18. Dezember tagen Staats- und Regierungschefs, Beauftragte, Unterhändler und wer weiß wer noch alles auf der UN-Klima- konferenz. Zunächst klingt das nach viel Bla Bla, bei dem nichts rum kommt. Ich habe mich vor ein paar Tagen auch via Twitter etwas mokiert, dass für diese Konferenz dicke Limousinen und Privatjets den Konferenzteilnehmern ein angenehmes Leben bereiten. Doch was soll das alles eigentlich?

Man könnte meinen die ganze Umwelt-Treibhaus-Erderwärmungssache wäre ein kluger Marketing-Gag (ist es leider oft auch) und es kommt gar nicht so schlimm, wie manch einer behauptet. Ok, Al Gores Klimafilm "Eine unbequeme Wahrheit" gibt einige Hinweise, was gerade auf dem Planeten passiert und alle Welt redet über den Klimawandel, doch so wirklich wahrgenommen hat den hier bei uns in der Region doch noch niemand, richtig? Falsch!
Wenn ich mitte Dezember vor die Tür gehe und denke es sei erst Oktober. Wenn ich überlege, dass ich als kleines Kind in Nochern jedes Jahr Schlitten fahren konnte und heute noch nicht mal mehr Schnee in Sicht ist. Wenn mir unser Revierförster erzählt, dass er im Wald erste Veränderungen ausmachen kann. Und wenn ich spätestens in den Alpen sehen kann, wie die Gletscher verschwinden, dann sollte ich doch mal drüber nachdenken, ob der Klimawandel nicht schon ungebremst läuft!

Wir sollten aber auch darüber nachdenken, ob wir nicht vor Ort etwas dazu beitragen können, damit die Welt ein bisschen klimafreundlicher wird. Ich denke da an Solaranlagen auf öffentlichen und privaten Dächern, ich denke an die Windräder, die in unserem Kreis entstehen, ich denke an Hackschnitzelheizungen in öffentlichen Gebäuden und ich denke an die aufwändigen Sanierungsmaßnahmen an öffentlichen Gebäuden, mit denen das Klima geschützt wird. Das gute an den ganzen Maßnahmen ist nicht nur der Klimaschutz, sondern diese Maßnahmen sparen Kosten und bringen Geld ein.

Bislang haben wir von irgendwo her teures Heizöl gekauft, um im Winter warm sitzen zu können. Jetzt können wir uns selbst helfen und beispielsweise Hackschnitzel verfeuern, die in den Wäldern der Region anfallen. Damit fließt das Geld nicht aus der Region in die Taschen irgendwelcher Ölkonzerne, sondern direkt zurück in die privaten und kommunalen Haushalte.

Es wäre zu überlegen, ob es nicht an der Zeit ist, einen Teil unserer Städte und Dörfer völlig autark zu versorgen. Ich denke, gezielte Energiesparmaßnahmen und ein Mix aus alternativen Energien kann das Wirklichkeit werden lassen.

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