Vor wenigen Tagen hatte ich die Ehre in St. Goar an einer Konferenz des Werkbundes zur Mittelrheinbrücke teilzunehmen. Ich muss sagen die Veranstaltung war gut vorbereitet, gut organisiert und die Staatssekretäre Siegfried Englert und Walter Schumacher haben gemeinsam mit unserem Landrat Günter Kern hervorragende, der Sache dienliche und angemessene Eingangsreferate gehalten. Als dann aber die anwesenden Brückengegner anfingen sich über unsere Region auszulassen, da stellten sich mir schon die Nackenhaare. Kein Gegner wohnt vor Ort! Kein Gegner kennt die Probleme vor Ort! Und kein Gegner konnte irgendwelche neuen Argumente gegen die Brücke vorbringen!
Die Studie der RWTH in Aachen wurde von den Anwesenden durchweg positiv bewertet. Lediglich der Fürst Sayn-Wittgenstein hat Kritik geäußert und in erschreckender Weise gezeigt, dass er von den Brückenplänen und der Region leider nicht viel weiß. Wer behauptet Verkehr vom Westerwald würde ausgerechnet bei St. Goarshausen den Rhein queren und nicht die bestens ausgebauten Autobahnbrücken bei Koblenz benutzen, der scheint sich wohl wenig bis gar nicht mit der Problematik der fehlenden Rheinbrücke zu befassen. Weiter erklärte er, dass der Tourismus in der Region durch die Brücke leiden würde. Aber warum sprechen sich denn so viele qualitativ hochwertige Tourismusbetriebe für die Brücke aus? Weil sie durch eine bessere Vernetzung neue Impuls für das Tal erwarten! Genau so die Grüne Evelin Lemke, die sich in an Auslegungen des Unesco-Beschlusses abarbeitet, statt sich ernsthaft mit fairen Entwicklungschancen des Welterbegebietes auseinanderzusetzen.
Liebe Brückengegner Sayn-Wittgenstein, Lemke und wie sie alle heißen, verzerren sie nicht die Tatsachen! Leider höre ich seit Jahren von ihnen immer die gleichen Argumente. Stattdessen liefern Gutachten und Umfragen immer wieder neue Argumente für die Mittelrheinbrücke. Vor Ort spricht man jeden Tag häufiger darüber wann denn endlich die Brücke kommt, als ich sie in den letzten Jahren vor Ort gesehen habe. Ich lade Sie alle ein bei uns zu wohnen und die Probleme der Menschen kennenzulernen. Leer stehende Häuser und Wohnungen haben wir nämlich im Überfluss!